OLYMPISCHES DORF 2012 LEIPZIG [W]
Ideenwettbewerb
ARGE mit KARO-Architekten/M.Schloten/Topotek 1
Im Rahmen der Olympiabewerbung 2012 der Stadt Leipzig wurde der Standort des Lindenauer Hafens als Olympisches Dorf vorgeschlagen. Diesem besonderen Ort geschuldet wurde eine Krachtenlösung entwickelt, welche für die Sportler und die Nachnutzung ein eigenständiges Wohnsegment eröffnet. Dieser neue Stadtteil zwischen dem Leipziger Westen und Grünau hätte durch seine Autarkie das Potenzial der Vermittlung und könnte gleichzeitig einen Initialpunkt setzen. Es würde eine hohe städtebauliche Dichte erzeugt werden, welche gleichsam Tucholsky's "Ideal" entsprechen könnte.
Kurt Tucholsky
Das Ideal
Ja, das möchste:
Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse,
vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße;
mit schöner Aussicht, ländlich-mondän,
vom Badezimmer ist die Zugspitze zu sehn -
aber abends zum Kino hast du`s nicht weit.
Das Ganze schlicht, voller Bescheidenheit:
Neun Zimmer - nein, doch lieber zehn!
Ein Dachgarten, wo die Eichen drauf stehn,
Radio, Zentralheizung, Vakuum,
eine Dienerschaft, gut gezogen und stumm,
. . . . .
Etwas ist immer.
Tröste dich.
Jedes Glück hat einen kleinen Stich.
Wir möchten so viel: Haben. Sein. Und gelten.
Daß einer alles hat:
das ist selten.
(1927)
PARTNER:
- KARO-Architekten Leipzig
- M.Schloten Leipzig
- Topotek 1 Berlin

