IMPORT-EXPORT II GENUA [L21]
Workshop/Aktion_Leipzig-Genua
ARGE L21
Als zweiter Teil des Projektes "IMPORT-EXPORT" machten wir uns auf den Weg nach Genua und begannen unseren Aufenthalt mit einer Aktion vor den Räumlichkeiten der Ausstellung "urban ReGENeration". Mit "Geschenken" versuchten wir, vergleichbar mit unseren Veranstaltungen und Happenings in Leipzig, die Passanten in Genua für die Thematik der Schrumpfungsprozesse zu sensibilisieren. Im Anschluss beschäftigten wir uns in einem Workshop-Verfahren mit dem dichten und chaotischen Stadtteil Sampierdarena und dessen Ausrichtung zum Meer. So verschieden die Stadtteile in Leipzig und Genua waren, fanden wir Schnittmengen und Inspirationen für beide Bereiche.
WUNDERTÜTEN FÜR GENUA
Was bringt man lieb gewordenen Freunden aus Leipzig mit? Was hat Sie besonders in Leipzig fasziniert? Was hat Leipzig im Überfluss? Die Genueser sind mit leuchtenden Augen durch die leerstehenden Häuser gegangen und konnten nicht verstehen das diese keine braucht, nutzt oder bewundert. In Leipzig sehen das die Menschen etwas anders. Die leeren Häuser werden Abrissobjekten, sie sehen "unansehnlich" aus und müssen durch die Förderpolitik weichen. Wir wollten genau diese Häuser mit nach Genua nehmen, als Geschenk! In eingeschweissten Tüten haben wir Proben genommen, Fragmente mit genauer Datierung und haben diese in Genua, vor der Ausstellung "urban reGENeration" auf der Straße verschenkt. 30 Kilogramm Leipzig, welche Geschichten erzählen können.
DIE INFORMELLE PROMENADE - SAMPIERDARENA
In einem Workshop-Verfahren setzten wir uns mit dem Stadtteil Sampierdarena auseinander und suchten nach der vergessenen Promenade. Der Ort stellte sich im Gegensatz zu den leipziger Verhältnissen in einer Dichte und Schichtung dar, welche eine urbane "Qualität" bildete die es zu interpretieren galt. Das Spiel zwischen historischen Bildern und realen Eindrücken lies uns in den Standort eindringen und in kürzester Zeit in ihm aufgehen.
Die vorgefundenen Elemente und Nutzungen wurden verallgemeinert und somit neue hybride Bautypologien geschaffen, welche die "informelle" Promenade bilden, komplettieren und bereichern. Es ging dabei um eine reine sortierende Interpretation, um die vorhandenen Elemente, welche negativ bzw. problematisch betrachtet werden, neu darzustellen und als eine eigenständige, funktionstüchtige, sowie ästhetische Bereicherung zu verstehen. Parallel dazu wurde das Promenadenthema gesamtstädtisch hinterfragt und übersetzt. Besonders im Hafenbereich bedurfte es viel Phantasie, um die Promenade zu sehen.
VERWEISE:
- IMPORT-EXPORT I (Workshop/Aktion Leipzig/Genua 2004)
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