Projekte 2004 Initiative L21 STADTSTREIT LEIPZIG [L21]

STADTSTREIT LEIPZIG [L21]

Podiumsdiskussion

ARGE L21

STADTSTREIT

 

 

MITSCHRIFTEN

„...es gibt keine Schrumpfung, wenn Städte schrumpfen würden.. wär das Prima. Dann wären sie nämlich wie Luftballons, wenn die Luft raus geht.. gehen sie wieder zurück. Das tun Städte aber nicht, weil sie aus Immobilien bestehen. Das Einzige was schrumpft bzw. schwindet ist die Bevölkerungszahl...

Der Körper der Stadt Leipzig der übrig bleibt muss funktionieren, genauso wie 2010 oder 2015,...“

Prof.Ronald Scherzer-Heidenberger [HTWK-Leipzig]

 

„... die Einwohnerzahl weitgehend stabil bleibt, und wenn wir ganz gut sind werden wir sie auch längere Zeit noch Stabil halten. Das löst aber das Problem, das mit der schrumpfenden Stadt immer in Verbindung steht... nämlich den Wohnungsleerstand überhaupt noch nicht.... im Gegenteil, um die Einwohnerzahl konstant zu halten.. müssen wir andere Wohnungen dazu bauen, also Stichwort „Einfamilienhaus“...einfamilienhausähnliche Wohnformen, das heisst auch bei einer konstant bleibenden Einwohnerzahl in den nächsten 10 bis 20 Jahren wird die Anzahl der leerstehenden Wohnungen nicht zurückgehen, wenn wir nicht irgendwie die leerstehenden Wohnungen beseitigen...“

Reinhard Wölpert [Stadtplanungsamt-Leipzig]

 

„... das nicht die Städte schrumpfen, sondern die Bewohner: ...ein sehr zentrales Element. Das ist auch ein bisschen schon die Antwort auf die Frage der Planbarkeit. Während sie noch Gebäude, Bauten und vielleicht auch noch den Rückbau planen können, bei den Bewohnern ist es schwierig mit der Planung.... und ich glaube ein Teil des Konflikts, den wir alle haben... liegt darin, ob man glaubt das man Lebenswelten und Bedürfnisse planen kann. Sie können weder jemanden festhalten, noch ihm sagen wo er wohnen soll. Jedenfalls nicht in einer halbwegs freien Gesellschaft....“

Stefan Weber [SAB-Dresden]

 

„.es wurden Bilder produziert, ...es ist ein heikler Punkt, aber ich glaube man hat drei Jahre lang, bevor es diese Bilder gab,...nur Schreckensszenarien zu sehen bekommen und abstrakte Gedankengebäude. Es ist unheimlich wichtig, das man endlich mal ein positives Bild in die Hand nehmen kann um zu sagen, es gibt doch eine Handlungsmöglichkeit,.... vorsicht, diese Bilder erzeugen die nächste Falle ! ... diese Bilder suggerieren, das haben Planer so an sich..., sie müssen an das gute ausgehen der Geschichte glauben, der Erfolg ist uns garantiert, weil das Bild zeigt es ja. ...was passiert wenn es nicht gelingt... man kann sich ne menge Dinge ausdenken, die aber alle keine Bilder ergeben...“

Wolfgang Kil [Autor und Kritiker - Berlin]

 

„...warum ist BMW so weit draussen vor der Stadt und nutzt nicht das was hier leer ist....?“

„... ich glaube, wenn Organismen sich nicht mehr anpassen, die Stadt ist ein Organismus, ...an neue Strukturen und Herausforderungen, dann lernen wir aus der Biologie, dann ist dieser Organismus tot. Also werden Städte, genau wie jeder andere Organismus, es weiter auch in Zukunft fertig bringen müssen sich immer wieder den Bedürfnissen... auch ein Stück weit anzupassen und sich verändern ...und nachzuziehen....“

Peter Claussen [Werksleiter BMW-Leipzig]

 

 

PARTNER: