Projekte 2001 Initiative L 21 R I O I D LEIPZIG [L21]

R I O I D LEIPZIG [L21]

raum offen denken_Veranstaltungsreihe

ARGE L21 in Kooperation mit dem Architekturraum e.V.

 L21-R-O-D

Im September 2001 wurde die Veranstaltungsreihe „rIoId - raum I offen I denken“ auf Einladung vom Architekturraum e.V. konzipiert. Der Galerieraum des Vereins am Leipziger Innenstadtring sollte für zwei Wochen bespielt werden. Die Ergebnisse vorangegangener Studien und Projekte und auch der Stadtspaziergang bei urban-scenerie durch die "Hinterzimmer der Gründerzeit" haben deutlich gezeigt, dass die klassische Zonierung gründerzeitlicher Stadträume "Straße-Blockrandbebauung-Innenhof" in weiten Teilen der Leipziger Kernstadt schon heute nicht mehr existiert und sich aller Voraussicht nach weiter auflösen wird. Aus diesen Erfahrungen heraus wurde rIoId als Inszenierung des leeren Ortes geplant. Die zentrale Frage der Stadtentwicklung nach dem Umgang mit der Zunahme von Fehl- und Leerstellen im Stadtraum wurde damit zum abstrakten Thema der "Ausstellung".

 

Der Galerieraum blieb konsequent ungestaltet und leer. L21 lud Gäste verschiedener Disziplinen ein, den Raum mit ihrem spezifischen Medium "zu füllen und Spuren zu hinterlassen". Näherungsversuche der Aneignung einer sich verändernden, ausbreitenden "Stadtästhetik" war die Überschrift, unter der sich die Gäste an drei Abenden in Form einer Lesung, einer Tanzimprovisation und eines Podiumsgespräches mit der artifiziellen Leere des Galerieraumes auseinandersetzen mußten.

 

R I O I D - LESEN

Simone Gerz, als Leipziger Autorin las aus ihren Romanen "thirsty dog - die Tage der Demut", "lucky, lucky, yonda" und "Rosen & Dornen"

 

R I O I D - TANZEN

Leipziger Tanztheater unter der Choreographie von Jonna Huttunen

 

L21-R-O-D-1

 

R I O I D - SPRECHEN

Podiumsgäste waren Henning Tegtmeyer (Philosophisches Institut Leipzig), Wolfgang Kil (Architekturkritiker Berlin), Klaus Overmeyer (Landschaftsarchitekt - cet 0) und Barbara Steiner (Direktorin der Galerie für zeitgenössische Kunst Leipzig)

L21-R-O-D-2

Das was blieb, waren die Strukturskizzen an den Schaufenstern, welche durch den "zertanzten" Papierboden ergänzt wurden und am Ende in einem temporär überfüllten und doch "leeren" Raum mündete.

 

PARTNER: